Jahresplan 2021

Der aktuelle Veranstaltungsplan des Vereins Freunde der Festung Magdeburg e.V.

Datum Veranstaltung Information Bemerkung
Jeweils 3. Mittwoch im MonatVereinsstammtischDazu werden die Mitglieder mit E-Mail-Anschrift schriftlich eingeladen
Fortsetzung der Herausgabe der Vereinszeitung „Der Magdeburger Festungsbote“ (13. Jahrgang).
In ihr sind die Jubiläen bzw. Gedenktage des Jahres 2021 besonders zu berücksichtigen.
Herausgabe von Empfehlungen und Dokumentationen zu den Magdeburger Festungswerken.
Der Schwerpunkt 2021 ist das Fort VI.
Stand: 28.11. 2021
Die Wiederaufnahme der Zusammenkünfte hängt von der Lockerung bzw. Aufhebung der Coronabeschränkungen ab.

Publikationen

AK Festungsanlagen

AK-Mitglieder werden zu den Begehungen von Festungswerken eingeladen. Interessenten können sich zur Mitwirkung melden.
Instandsetzungs- und Pflegearbeiten von Festungswerken  werden sich auf das Fort VI konzentrieren.
Aktivitäten des Vereins zur Erhaltung, zum Schutz und zur Nutzung ehemaliger Festungswerke
Abschluss der in Bearbeitung befindlichen Dokumentation zum Fort VI.
Fortsetzung der Aktivitäten zum Erwerb des Fort VI durch die Landeshauptstadt.
Beginn der Sanierung und der Zuführung einer öffentlichen Nutzung im Zusammenhang mit der Stadtplanung.
    Entwicklung eines Konzeptes für Informationen zu Festungswerken, z.B. Informationstafeln und Modelle, im öffentlichen Raum.
Vorankündigung für 2022
Fachexkursion nach Ingolstadt
Der Verein Freunde der Festung Magdeburg bereitet derzeit eine Fachexkursion zur ehemaligen Festungs- und Garnisonstadt Ingolstadt vor. Die bayrische Landesfestung Ingolstadt bietet mit ihrer fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Umwallung, dem spätgotischen Neuen Schloss, den großflächig erhaltenen klassizistischen Festungswerken und ihren Museen viel Sehenswertes. Ihre Bedeutung während des 30-jährigen Krieges und der Umstand, dass sie wie Magdeburg eine der letzten Festungen war, die noch ausgebaut wurden, lassen einen Besuch des Vereins als längst überfällig erscheinen. Die Exkursion soll von Freitagnachmittag bis Sonntagabend gehen. Die An und Abreise erfolgt mit der Deutschen Bahn. Das Programm wie der genaue Termin, der im ersten Quartal 2022 liegen werden, wird auf der Jahresmitgliederversammlung am 24. November 2021 festgelegt werden.                 Sas                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             
Kontereskarpatenbatterie der Front Pappenheim
Geschützturm Trivia
Kontereskarpenbatterie der Front Pappenheim, im Vordergrund eine Künette        Foto: sas                                                                                                                                       
Geschützturm Trivia der Brückenkopfbefestigung                                                            Foto: sas
Neuigkeiten vom Interreg Europe-Projekt „Recapture the Fortress Cities”
Stand August 2021
Die Landeshauptstadt Magdeburg ist seit 2019 Partnerin im Interreg Europe-Projekt „Recapture the Fortress Cities“ (deutsch: Rückeroberung der Festungsstädte; kurz: RFC). Das Projekt zielt auf eine nachhaltige Revitalisierung von denkmalgeschützten Festungsanlagen ab, indem die Koexistenz der Städte und ihres befestigten Kulturerbes verbessert werden soll. Hierbei konzentriert es sich auf einen innovativen Ansatz, indem intelligente Nutzungsmöglichkeiten für alte Festungen entwickelt werden. Ziel ist es, ihre Pflege zu erleichtern und die Festungen in das Leben der Stadt einzubeziehen, indem nachhaltige Strategien für die Pflege und Nutzung dieses Erbes entwickelt werden. 
Die Landeshauptstadt Magdeburg steht als eine der ehemals stärksten preußischen Festungen ebenfalls vor diesen Herausforderungen. Die Projektstelle ist im Stadtplanungsamt angesiedelt. Jeder der europäischen Projektpartner entwickelt aus diesem Erfahrungsaustausch einen Aktionsplan, der anschließend umgesetzt werden soll.
Der virtuelle Studienbesuch der europäischen Projektpartner im März fand unter Beteiligung verschiedener Magdeburger Akteure im Bereich Festung statt. Den Teilnehmenden wurde eine Auswahl der Magdeburger Festungsprojekte präsentiert. Darunter u.a. die Festung Mark, die Umsetzung des Projektes am Alten Leipziger Eisenbahntor (Culinaria Restaurant), der Sanierungsverein „Ravelin 2“ e.V. und der Verein „Freunde der Festung Magdeburg e. V.“. Weitere sogenannte Gute Beispiele werden bei den regelmäßigen thematischen Workshops ausgetauscht. Als Ergänzung zum Studienbesuch und zur besseren Visualisierung wird derzeit eine kurze Filmdokumentation über die Magdeburger Festungsanlagen und die damit verbundenen Projekte erarbeitet. Der Film soll über den ursprünglichen Zweck hinaus auch zur allgemeinen (touristischen) Bewerbung der Festung Magdeburg dienen.
Beim virtuellen Studienbesuch wurden wiederholt Parallelen zu den Festungsanlagen- und Projekten um Antwerpen festgestellt. Deswegen fand Anfang Juni ein direkter virtueller Austausch zur Projektrealisierung der „Festung Mark“ statt. Die belgische Stadt Dendermonde verfügt über eine ähnliche Kaserne, die noch nach einer passenden Nutzung sucht.
Regionale RFC-Stakeholdertreffen fanden im März und Juni statt. Diese dienen dazu, alle Beteiligten auf den aktuellen Stand des Projektes zu bringen und sich über die Ideen für den Aktionsplan auszutauschen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Einbeziehung der Festungsorte in das geplante einheitliche Tourismusleitsystem ein wichtiger Schritt ist. Derzeit plant die Stadt Magdeburg einen Festungsgrünzug entlang der Forts als Ergänzung zum bereits bestehenden Grünen Ring. Alle bereits erlebbaren Orte sollen mit Infotafeln ausgestattet werden.
Ein weiterer Schritt ist in Richtung der virtuellen Aufbereitung des Festungserbes möglich. Hier wurde bereits in mehreren Projekten erstaunliche Vorarbeit geleistet, die weiterentwickelt werden sollte. Als besonders interessant gilt die Möglichkeit der „virtuellen Wiederauferstehung“ bereits verloren gegangener Festungsarchitektur wie beispielsweise der Zitadelle. In künftigen Treffen wird über weitere konkrete Ideen für den Aktionsplan diskutiert, der vom Magdeburger Stadtrat zur Umsetzung beschlossen werden soll. Ein zentraler Punkt im Aktionsplan soll auch die Anfertigung eines Masterplans Festungsanlagen sein. Hier hat der belgische Partner inspirierende Beispiele geliefert. 
Im Juli fanden der Studienbesuch und der thematische Workshop in Komotini (Griechenland) statt, leider noch immer online. Thema war „Soziale Nutzung alter militärischer Strukturen und Gebäude als öffentlicher Raum für Erholung und Freizeit, Werbung und Tourismus, geschäftliche Aktivitäten“. Magdeburg stellte dabei das „Storytelling“ als wirksames Mittel zur Vermittlung und Bewerbung der Festungen vor.
In den kommenden Wochen wird der Aktionsplan weiter konkretisiert. Der nächste Studienbesuch nach Rumänien am 20./21. Oktober kann möglicherweise in Präsenz stattfinden, eine Ausweichvariante wird online organisiert. Der internationale Workshop wird sich damit beschäftigen, wie man auf den urbanen Druck reagieren und historische Befestigungsanlagen in den zeitgenössischen städtebaulichen, infrastrukturellen und funktionalen Kontext integrieren kann.                             Kroneberg, Stadtplanungsamt                                                                                                           
Projekt Foto
Regionales Skateholder Meeting 2021