Aus der Mitgliederversammlung am 22. November 2018

Am 22. November fand die letzte Mitgliederversammlung des Jahres 2018 in der Kaserne Mark statt. Ein Drittel der Vereinsmitglieder fand sich im dortigen kühlen Konferenzraum ein. Dankbar wurde daher die Einladung, ins warme Café des Hauses umzuziehen, angenommen.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Bericht des Vorsitzenden, der eine Einschätzung der Vereinsarbeit zurückblickend und vorausschauend gab. Der „Jahresplan 2019“, der in dieser Ausgabe abgedruckt ist, wurde beschlossen. Es ist ein hohes Interesse an den Festungswerken zu verzeichnen, dem der Plan Rechnung trägt. Am „Tag des offenen Denkmals 2018“ kam es beispielsweise zu einem Ansturm interessierter Bürger „auf“ das Fort VI. Dieses Festungswerk wurde vorher von Vereinsfreunden, voran von Sascha Schmiedecke, überhaupt erst wieder begehbar gemacht. Die Natur bemächtigt sich ziemlich schnell nicht gepflegter Festungswerke!

Die Fachexkursionen sind Höhepunkte des Vereinsleben. Die 2018 angebotenen Exkursionen hatten folgende Ziele und Zielstellungen: Küstrin (Kostrzyn) - Festungsbau zwischen 18. und ausgehendem 19. Jahrhundert; Stendal und Tangermünde - spätmittelalterliche Stadtbefestigungen; Burgen im Fläming - der Übergang von der mittelalterlichen zur frühneuzeitlichen Befestigung.

Die Zusammenarbeit mit städtischen Ämtern und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie vertiefte sich im Jahr 2018. Ein wesentlicher Anlass dafür waren die Freilegungen von Resten der Festung bei Bauarbeiten und bauvorbereitenden Maßnahmen. Bei den wiederholten Baustellenbegehungen konnten wichtige Hinweise gegeben werden. In der Rubrik „Neues aus der Festung“ wird in dieser Zeitung jetzt ausführlicher darüber berichtet. Wenn es erforderlich erscheint, werden dazu zukünftig gesonderte Berichte abgegeben werden. Der Beigeordnete für Wohnungswesen, Städtebau und Verkehr wurde durch den Beirat für Festungsanlagen, in dem der Verein den Vorsitz hat, beraten. Nach wie vor werden Stellungnahmen und Empfehlungen abgegeben. Der Verein hat damit begonnen, Anträge auf Unterschutzstellung jener Festungswerke bzw. -bauwerke zu stellen, die von besonderem Wert sind und bisher noch keinen speziellen Schutzstatus besitzen. Zu nennen ist das Wallmeisterhaus im Kavalier IV in der Maybachstraße.

Die Öffentlichkeitsarbeit ist von besonderer Bedeutung. Es wurden bereits - quasi als erster Anlauf - Informationsblätter zum Tag des offenen Denkmals zu den Forts VI und XII ausgegeben. Es ist noch offen, wie die Herausgabe der Blätter von Werken fortgesetzt werden kann. Die Möglichkeiten zur Neuauflage des Buches „Festung Magdeburg“ werden geprüft, da an diesem ein außerordentlich großes Interesse besteht. In öffentlichen Mitgliederzusammenkünften, die 2019 wieder aufgenommen werden sollen, soll über Aktuelles informiert und zugleich beraten werden.

Es wurde beschlossen, den „Magdeburger Festungsboten“ 2019 als elften Jahrgang erscheinen zu lassen und zwar jeweils zwei Doppelheftausgaben. Damit wird unter weitgehender Beibehaltung der bisherigen Gliederung erreicht, dass die fachwissenschaftlichen Aussagen durch längere Beiträge und eine veränderte Schwerpunktsetzung erhöht werden können. Insbesondere den Berichten zu aktuellen Angelegenheiten wird in der Rubrik „Neues aus der Festung“ ein breiterer Raum gegeben.

Mit Freude wird zur Kenntnis genommen, dass dem Antrag des Vereins zur Gewährung der Gemeinnützigkeit vom Finanzamt Magdeburg für die Jahre 2019 bis 2021 stattgegeben wurde.

Der Verein lud zum Abschluss des Jahres zu einem Stammtisch in der Gaststätte „Wenzel“ in der Leiterstraße ein. Bei den Stammtischzusammenkünften findet ein reger fachlicher und persönlicher Gedankenaustausch statt. Zur Vereinstradition gehört das Sommertreffen im Fort XII.

Der Arbeitskreis „Festungswerke“ lädt nach wie vor Interessierte zur Begehung von Magdeburger Festungswerken ein.

Der Vorstand
Mitgliederversammlung